Verdienter Aufstieg

Dem EC BAD NAUHEIM ist nach mehreren vergeblichen Anläufen im Jahr 2013 endlich der verdiente Aufstieg in die DEL 2 gelungen. Damit befindet sich der traditionsreiche hessische Eishockeyverein endlich wieder in einer Spielklasse, die der Eishockeybegeisterung in der Kurstadt einigermaßen gerecht wird. Denn in der 30.000EinwohnerStadt wird Eishockey seit jeher großgeschrieben, was viel mit den früheren Erfolgen des Vorgängervereins VFL Bad Nauheim zu tun hat. Der Name der Stadt ist untrennbar mit ihrem Eishockeyverein verbunden und wo immer man in Europa, aber auch in den Vereinigten Staaten oder anderswo in der Welt unterwegs ist, kann es einem passieren, dass man sofort auf den VfL oder EC Bad Nauheim angesprochen wird, wenn man erzählt, dass man aus Bad Nauheim kommt. Denn hier wurde Eishockeygeschichte geschrieben.

Selbst der alte/neue Coach Frank Carnevale hatte bereits mehrfach zugegeben, dass er von dieser besonderen Eishockeyatmosphäre in Bad Nauheim und den Fans sehr angetan ist und sich deshalb hier ausgesprochen wohlfühlt. Auch die aktuellen Spielerverpflichtungen für die erste DEL2-Saison verdeutlichten, dass viele der Verstärkungen sicher teilweise auch besser dotierte Angebote anderer Vereine ausgeschlagen hatten, weil sie neugierig auf das besondere Flair in dieser eishockeybesessenen Kleinstadt waren. Und für einige Eishockeyexperten galt der EC BAD NAUHEIM sogar als eine Art Geheimfavorit in den PLAY-OFFS. Leider kam aber alles ganz anders, denn nach einem gelungenen Saisonstart mit drei Siegen hintereinander stand die Mannschaft später zwar lange auf dem 8. Platz, der zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt hätte, aber Ende des Jahres 2013 erfolgte nach Verlust dieses Tabellenplatzes und wegen bis heute vermutlich in ihrem Ausmaß nicht bekanntgegebener Querelen die Trainerentlassung von Aufstiegstrainer Frank Carnevale und der Assistenztrainer Daniel Heinrizi übernahm den Posten des Coachs. In den restlichen Spielen gelang es aber nicht mehr, einen der begehrten Play-Off-Plätze zu erreichen. In den Play-Down-Spielen gegen CRIMMITSCHAU konnten sich die Roten Teufel zum Glück nach sieben Spielen mit 4 : 3 Siegen durchsetzen und bleiben auch in der Saison 2014/2015 in der DEL2.

Unter dem neuen Coach Petri Kujala spielte das Team in der darauffolgenden Saison 2014/2015 eher durchwachsen und erreichte wieder nur die undankbaren Play-Down-Spiele. Dieses Mal hieß der Gegner ESV KAUFBEUREN, und nach sechs Spielen und 4:2 Siegen konnte erneut den Klassenerhalt in der DEL2 gesichert werden. Die Mannschaft war aber vor der Saison auf Grund der namhaften Verstärkungen wesentlich stärker eingeschätzt worden, und das Erreichen der Pre-Play-Offs schien nur noch eine Formsache zu sein.

Die Saison 2015/2016 wird zeigen ob die diesmal neu verpflichteten Spieler dem Kader mehr Stabilität verleihen können und endlich zumindest die Pre-Play-Offs erreicht werden. Coach Petri Kujala, dessen Vertrag man überraschend frühzeitig verlängert hatte, obwohl diese Entscheidung bei den Fans lange sehr umstritten war, kann nun beweisen, dass er wirklich der Richtige ist.